Künstler auf Fehmarn

Arne Jacobsen
Einer der einflussreichsten Architekten und Designer des 20. Jahrhunderts hat auf Fehmarn seine Spuren hinterlassen.
Wann wird Fehmarn in einem Atemzug mit Hamburg, Berlin und den USA genannt? Wenn es um die Werke von Arne Jacobsen geht. 1902 in Kopenhagen geboren, arbeitete Jacobsen als Architekt, Inneneinrichter und Designer von Möbeln, Porzellan und Textilien. Er wird dem Funktionalismus zugeordnet, da seine Kreationen durch klares Design und perfekte Umsetzung der Kombination aus Form und Funktion auffallen. Seine Werke wurden beeinflusst durch Ludwig Mies van der Rohe, Le Corbusier und das Bauhaus. Er entwarf unter anderem den meistverkauften Stuhl aller Zeiten.

1965 wurde für die Bebauung der Halbinsel Burgtiefe auf Fehmarn als Ostsee-Heilbad ein öffentlicher Ideenwettbewerb ausgelobt, den Arne Jacobsen mit seinem Mitarbeiter Otto Weitling gewann. Seine Planungen sahen eine Aneinanderreihung von Bauten unterschiedlicher Funktionen vor, deren architektonischer Höhepunkt das Meerwasserwellenbad als „Erlebniswelt" des 20. Jahrhunderts bildete.

1968 entstand als erstes Gebäude der Gesamtplanung das Haus des Kurgastes. 1971-1972 folgte das Meerwasserwellenbad, das wie ein Kristall am Meeresstrand wirkt. (1991 wurde letzteres in das Denkmalbuch des Landes eingetragen.) Auch der IFA Hotel-Komplex entstammt Jacobsens Entwürfen.

Jacobsens Werke auf Fehmarn erinnern an andere seiner Planungen. So ist die Auseinandersetzung mit den konstruktiven Möglichkeiten des schrägen, hängenden, schwebenden oder fliegenden Daches (typisch für die Architektur der Moderne) ein immer wiederkehrendes Thema. Die Verwendung weniger, zuweilen edelster oder rein funktional erscheinender Materialen ist ebenso kennzeichnend für seine Arbeiten.
Arne Jacobsen starb 1971 in Kopenhagen. Seine Arbeiten auf Fehmarn wurden von seinem Mitarbeiter Otto Weitling beendet.
