Die neue Promenade am Yachthafen Burgtiefe

Rolf im Yachthafen Burgtiefe

Nach der Entdeckungstour durch Burg war ich gespannt zu sehen, was sich im Yachthafen Burgtiefe in den letzten Monaten alles getan hat. Also habe ich einen kleinen Ausflug gemacht und mir angeschaut, wie der Bau der neuen Promenade voranschreitet.

Vom Ortseingang Burgtiefe bis zur Mole wird die gesamte Hafenseite aufgehübscht: Es entsteht eine neue Promenade mit neuer Bepflanzung, Grill- und Spielplätzen, Slipanlagen und vielen Sitzmöglichkeiten bis hinunter zum Wasser. Ich war erstaunt, was es jetzt schon alles zu sehen gibt, auch wenn zur Zeit natürlich noch an vielen Stellen fleißig gewerkelt wird. Es gibt schon ein neues Toiletten- und Duschhaus, einen Grillplatz mit vielen Tischen und Bänken und der Kranplatz wurde großzügig neu angelegt. Direkt vor dem Gebäude des Hafenmeisters stehen jetzt auch drehbare Bänke, ähnlich wie die Feldsofas. Da musste ich gleich mal probesitzen und mich vom Wind im Kreis drehen lassen. Einfach herrlich! So kann man ganz entspannt das Treiben im Hafen beobachten. In diesem Bereich kann man übrigens schon prima sehen, wie die Promenade einmal aussehen wird, denn hier ist sie größtenteils schon fertig angelegt.

Oft habe ich, wie sicher viele andere auch, den Wunsch, mich mal in Ruhe ans Wasser zu setzen, an einen Ort, an dem man richtig relaxen kann. Einfach Augen zu und Träumen. Am Yachthafen und am Burger Binnensee geht das demnächst, wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind. Mit ein wenig Fantasie kann man sie schon erahnen, die Sitzstufen, die bis runter an die Wasserkante reichen. Ein Teil der neuen Promenade führt sogar übers Wasser. Die Pfähle dafür sind schon gesetzt. Ich freue mich heute schon darauf, wenn dieser Bereich fertig ist.

Beim Tourismus-Service Fehmarn habe ich erfahren, was in der jetzigen Bauphase bis Juni 2019 geplant ist. Aktuell werden alle Parkplätze neu angelegt. Darauf folgt die Gestaltung der Promenade zwischen dem Hafenmeistergebäude und der Burger Seglervereinigung mit weiteren Grill- und Spielplätzen. Somit wäre im Sommer 2019 der Abschnitt bei den Stegen fertiggestellt. Ab Herbst 2019 bis zum Frühjahr 2020 folgt dann noch die Gestaltung der äußeren Bereiche, vom Rundsteghaus bis zur Mole im Westen mit dem neuen Aussichtsturm und von der Burger Seglervereinigung bis zur Ortseinfahrt von Burgtiefe im Osten.

Vielleicht treffen wir uns ja im kommenden Sommer auf einer der neuen Bänke! 🙂

Strandaufspülung – Neuer Sand zum Schutz der Küste

Strandaufspülung am Südstrand

Was passiert da gerade am Südstrand in Burgtiefe? Neuer Sand wird mit Schiffen und langen Rohrleitungen aufgespült und mit schwerem Gerät verteilt. Aber warum eigentlich? Und wie wird das gemacht? Nachdem mich viele Fragen dazu erreicht haben, habe ich mal nachgefragt.

Fast ein Jahr ist es nun schon her, als das Sturmtief Axel Anfang Januar 2017 über Fehmarn hinweg zog. Nicht nur der Sturm, sondern auch die dadurch ausgelöste Sturmflut mit extrem hohem Wasserstand, haben dafür gesorgt, dass an den Stränden Fehmarns und vor allem am Südstrand sehr viel Sand abgetragen wurde.

Dies hat auch große Auswirkungen auf den Küstenschutz. Denn durch den deutlich flacher gewordenen Strand könnten die Dünen bei dem nächsten Sturm angegriffen werden. Deshalb wird die Strandaufspülung auch vom Land Schleswig-Holstein aus dem Sonderfonds für Sturmflutschäden gefördert. Rund 26.000 Kubikmeter Sand werden am Südstrand aufgespült. Dies sei „nur ein Hauch von Sand“, verglichen mit den Mengen an Sand, die jährlich an einigen Orten der Nordsee aufgespült werden, wie mir das zuständige Ingenieurbüro erzählte. Der Strand wird hinterher etwa 40-50 cm höher liegen. Auf Fehmarn ist dies übrigens die erste Strandaufspülung seit 1980!

Aber wie funktioniert das eigentlich? Wer in den letzten Tagen mal am Südstrand war, hat sicherlich schon die vielen Baumaschinen, langen Rohre, großen Sandberge und die Schiffe am Horizont gesehen. Tatsächlich kommt der Sand aber von der anderen Seite der Insel. Vor Rødby wird mithilfe eines sogenannten Hopperbaggers, eines Saugbaggerschiffs, Sand vom Meeresboden entnommen und anschließend im Schiffsrumpf in Richtung Südstrand transportiert. Über eine 1,5 km lange Rohrleitung, die Dükerleitung, wird der Sand dann zusammen mit Wasser zum Strand gepumpt. Dort wurde ein kleiner Wall errichtet, damit der Sand nicht direkt wieder ins Meer zurückfließt, sondern sich absetzen kann. Um das geplante Strandprofil zu erhalten, schieben Planierraupen den Sand dann GPS-gesteuert an Ort und Stelle. Damit beim nächsten Sturm nicht gleich wieder der ganze Sand weggespült wird, werden noch einige Sanddepots aufgehäuft, die dann erst später verteilt werden. So können wir uns auf eine schöne Badesaison 2018 freuen!

Falls ihr es euch vor Ort einmal anschauen möchtet, beachtet bitte die Hinweisschilder und Betretungsverbote. Denn durch das frisch aufgespülte, weiche Wasser-Sand-Gemisch kann Lebensgefahr bestehen.