Körper & Anstrengung
Das wird oft unterschätzt, gerade wenn man mehrere Tage am Stück aufs Wasser möchte.
Windsurfen ist körperlich durchaus fordernd, aber nicht nur auf die Arme begrenzt. Gerade am Anfang merkt man es vor allem im Rumpf, Rücken und in den Schultern, weil man das Segel aktiv stabilisieren und mit dem ganzen Körper ausgleichen muss. Es ist weniger reine Armkraft, sondern eher eine Mischung aus Körperspannung, Technik und Koordination.
Beim Kiten fühlt sich die Belastung oft gleichmäßiger an. Der Kite übernimmt viel der Zugkraft, sodass man sich gut auf seine Balance konzentrieren kann. Um keine Höhe zu verlieren, müssen die Beine jedoch aktive Arbeit leisten. Da der Kite mit dem Trapez verbunden ist, braucht es vor allem auch eine stabile Körperhaltung. Muskelkater gibt es also oft im Bauch und Rücken.
Wingfoilen liegt eher im Bereich Balance und Feingefühl. Man braucht weniger reine Kraft als beim Windsurfen, dafür aber durchgehend Kontrolle über Körperhaltung, Wing und Board. Gerade in der Lernphase ist das durchaus anstrengend, weil man ständig kleine Anpassungen macht und alles zusammenspielen muss. Nach einiger Zeit spürt man durchaus seine Unterarme vom Festhalten des Wings und die Beine durch das Halten der Balance.
Wind & Bedingungen
Die Bedingungen spielen bei allen drei Sportarten eine große Rolle – und gerade hier merkt man auf Fehmarn schnell, dass Wind nicht gleich Wind ist.
Wichtig ist zum Beispiel die Windrichtung. Ablandiger Wind (vom Land aufs Meer) ist für alle drei Sportarten problematisch, weil man im Zweifel vom Ufer weggetrieben wird und es schwieriger ist, wieder zurückzukommen. Deshalb wird meistens nur bei seitlichem bis auflandigem Wind aufs Wasser gegangen. Auch die Windstärke selbst ist entscheidend.
Windsurfen kann schon bei relativ wenig Wind funktionieren, macht aber bei moderatem Wind am meisten Spaß. Zum Kitesurfen braucht es in der Regel etwas mehr Wind, damit der Kite stabil fliegt und genug Zug entwickeln kann. Natürlich kann man durch verschiedene Kite-Größen auch einen umfangreichen Bereich abdecken. Wingfoilen ist besonders spannend, weil es auch bei weniger Wind noch möglich ist – sobald man mit dem Foil aus dem Wasser hebt, fährt es sich auch bei Leichtwind gut. Einen gewissen Grundzug im Wing braucht es jedoch, um gut aus dem Wasser zu kommen.
Ein weiterer Punkt ist der Platz auf dem Wasser. Beim Kiten braucht man natürlich etwas mehr Platz und Abstand zu anderen - nicht nur auf dem Wasser sondern auch beim Starten und Landen. Beim Windsurfen und auch Wingfoilen ist man etwas kompakter unterwegs. Natürlich ist ein angemessener Abstand zu anderen bei allen drei Sportarten ratsam.
Und dann gibt es noch die Wellen- und Wasserbedingungen: Flaches, ruhiges Wasser ist für Anfänger ideal, weil man mehr Kontrolle und Halt am Boden hat. Ist man schon mit dem Foil unterwegs muss es mindestens Hüfttief sein, damit man nicht am Grund aufsetzt. Auch bei kabbeligem Wasser oder Wellen kann es schnell anspruchsvoller werden – besonders beim Wingfoilen, da das Foil sehr sensibel reagiert.