Wakepark Fehmarn
Eric Beck
Jule
Juni 2026

Zwischen Cable, Sonne und Sunset – ein Tag am Wakepark Fehmarn

Anzeige // Wer mich kennt, weiß: Eigentlich findet man mich meistens irgendwo mit einem Kite auf dem Wasser. Die Windvorhersage checken und den besten Spot ausfindig machen – das gehört für mich zum Inselleben. Manchmal möchte ich jedoch auch unabhängig von Wind und Wetter sein und genau deshalb mag ich den Wakepark Fehmarn so gerne. Denn hier ist es völlig egal, ob gerade 20 Knoten oder komplette Flaute angesagt sind. Kein Warten auf den perfekten Wind, kein ständiger Blick in die Forecast-App – stattdessen einfach aufs Wasser gehen, ein paar Runden fahren und den Tag genießen.

Für mich persönlich ist der Wakepark nie ein Ersatz fürs Kiten gewesen, sondern eher die perfekte Ergänzung. Eine andere Art von Wassersport mit dem gleichen Gefühl von Sommer, Wasser, entspannten Leuten und Draußen sein. Und selbst wenn man gar nicht fährt und nur zugucken möchte, bleibt man am Ende immer länger als gedacht. Vielleicht erst auf einen Kaffee - dann  später noch ein paar leckere Pommes auf der Terrasse. Und plötzlich sitzt man beim Sonnenuntergang immer noch da und schaut den letzten Runden am Cable zu.

Am Wakepark Fehmarn geht es längst nicht nur ums Wakeboarden

Direkt am Wulfener Hals ist in den letzten Jahren ein Ort entstanden, der irgendwie alles verbindet, was Fehmarn als Wassersportinsel ausmacht: Anfänger, Fortgeschrittene, entspannte Nachmittage in der Sonne, ehrgeizige Sessions auf dem Wasser und dieses Community Gefühl.

Besonders spannend finde ich, dass der Wakepark nicht einfach „irgendeine Anlage“ ist. Hinter dem Projekt steckt unglaublich viel Leidenschaft – und vor allem eine ziemlich lange gemeinsame Geschichte: “Wolle” und Kris waren damals beide zur gleichen Zeit in Süsel an einer Wakeboardanlage unterwegs - jedoch etwas anders: mit Wasserski. Gefesselt vom Zusehen anderer Wakeboarder haben sie sich noch auf der Rückfahrt das erste eigene Board bestellt und ab diesem Zeitpunkt die Wasserski in der Garage stehen lassen. 

Beide haben später lange an Wakeboardanlagen gearbeitet, aber der Gedanke an einen eigenen Park war immer da. Kris hat sogar seine Diplomarbeit über das Konzept eines eigenen Wakeparks geschrieben – das Grundgerüst für die Idee stand also schon früh.

Was daraus entstanden ist, war ein ziemlich langer Weg: rund sieben Jahre von der ersten Idee bis zum ersten Spatenstich. Und wie Wolle heute sagt, war der Moment, als es wirklich losging, fast surreal. Das Ziel der Beiden: Sie wollten den für sie perfekten Arbeitsplatz schaffen. Und das ist mit viel Durchhaltevermögen geglückt: Am 21.05.2021 wurde ihr Traum Realität - die Eröffnung des Wakepark Fehmarn.

Heute gehört der Park für viele längst fest zur Wassersportszene der Insel – egal ob man selbst fährt, zum Zuschauen kommt oder einfach mit Kaffee, Pommes oder einem Drink auf der Terrasse sitzt und den Sonnenuntergang genießt.

Was den Wakepark Fehmarn besonders macht

Was mir am Wakepark Fehmarn besonders gefällt, ist diese Mischung aus Professionalität und gleichzeitig total entspannter Atmosphäre. Wolle oder Kris sind selbst eigentlich immer vor Ort und für einen kurzen Schnack zwischendurch zu haben. Das macht den Spot direkt sehr persönlich, obwohl im Hintergrund alles super organisiert und professionell läuft.

Das Team insgesamt ist sehr eingespielt. Man merkt sofort, dass hier Leute arbeiten, die den Sport nicht nur anbieten, sondern sich selbst damit identifizieren. Genau das sorgt dafür, dass sich auch Anfänger direkt wohlfühlen und hier gut aufgehoben sind.

Ein spannender Punkt ist auch die Bauweise der Anlage. Denn gerade auf Fehmarn gibt es viele Tage mit ordentlich Wind. Die Ufer sind wellenbrechend angelegt, was bewirkt, dass das Wasser oft ruhiger ist, als man es von klassischen Seen oder Anlagen kennt und es entstehen kaum störende Wellen im Fahrbereich. Dazu kommt, dass die Anlage nachhaltig betrieben wird. Ein großer Teil des Betriebs läuft über Photovoltaik – ein Detail, das man vielleicht nicht sofort sieht, das den Park aber technisch ziemlich modern macht.

Und was ich besonders wichtig finde: Hier kann wirklich jeder fahren. Die Geschwindigkeit und somit der Zug am Cable werden individuell gesteuert, sodass sich perfekt an das jeweilige Level des Fahrers angepasst werden kann. Genau das macht den Einstieg so angenehm und nimmt vielen direkt die Angst vor der ersten Runde.

Genau diese Mischung macht den Ort so besonders: professionell organisiert, aber trotzdem persönlich, entspannt und für wirklich jede Altersgruppe geeignet.

Vom ersten Versuch bis zur eigenen Runde auf dem Wasser

Am Wakepark Fehmarn geht es nicht darum, einzelne Runden an der Anlage zu drehen, sondern um ein richtig gut durchdachtes Angebot für ganz unterschiedliche Level. Egal ob kompletter Anfänger, sportlicher Einsteiger oder schon jemand mit Erfahrung – hier findet jeder seinen Platz auf dem Wasser. Besonders spannend finde ich, dass es ein sehr breites Kursangebot gibt. Neben klassischen Einsteigerkursen werden auch Ferienkurse angeboten, teilweise schon für Kinder ab 5 Jahren. Gerade das macht den Wakepark auch für Familien so attraktiv: Während die einen noch ihre ersten Versuche auf dem Board machen, können andere schon selbstständig ihre Runden drehen oder einfach vom Ufer aus zuschauen.

Das Ganze ist so aufgebaut, dass wirklich jeder Schritt begleitet werden kann – vom ersten Start auf dem Board bis zur sicheren Runde über die komplette Anlage. Ingesamt gibt es drei unterschiedliche Bahnen, die sich perfekt für verschiedene Fahrlevel eignen.

Bahn 1 – der Einstieg

Bahn 1 ist ganz klar der Bereich für den Anfang. Hier gibt es keine Hindernisse im Wasser, was den Einstieg deutlich entspannter macht. Durch die Geometrie des Systems schaffen es die meisten schon beim ersten Versuch, überhaupt auf dem Board zu stehen und die ersten Meter zu fahren. Genau hier werden auch die meisten Einsteigerkurse durchgeführt – ideal, um ein erstes Gefühl für Zug, Balance und Wasser zu bekommen.

Bahn 2 – der Übergang ins Park-Wakeboarden

Bahn 2 ist der nächste Schritt. Hier wird es schon etwas abwechslungsreicher, denn es gibt erste kleine Obstacles wie einen Kicker und einen Table. Die sind so platziert, dass sie Anfänger nicht stören, aber gleichzeitig den Einstieg in das klassische Park-Wakeboarden ermöglichen. 

Bahn 3 – das Herzstück des Wakeparks

Bahn 3 ist die größte und technisch anspruchsvollste Bahn. Mit einer langen Strecke von über 400 Metern und verschiedenen Obstacles findet man hier die komplette Vielfalt. Besonders ist hier auch das sogenannte Bi-Level – eine Art zweistufiges System mit unterschiedlichen Wasserebenen, das sowohl für Fortgeschrittene als auch für ambitionierte Einsteiger genutzt werden kann.
Gleichzeitig ist Bahn 3 so konzipiert, dass sie flexibel genutzt werden kann – entweder als kompletter Park oder in einer reduzierten Variante für ruhigere Sessions oder spezielle Kurse.

Was ich daran besonders mag: Man kann hier wirklich Schritt für Schritt wachsen. Vom ersten Start auf Bahn 1 bis zu ersten Erfolgen auf Bahn 3 ist alles am gleichen Spot möglich – ohne den Ort zu wechseln.

Der Wakepark abseits des Wassers

Was den Wakepark Fehmarn für mich zusätzlich so besonders macht, ist alles, was drumherum passiert. Die Lage direkt am Deich ist einfach richtig schön – oben hat man einen tollen Blick über den Binnensee und kann das ganze Geschehen am Cable entspannt vom Ufer aus verfolgen. Gerade an sonnigen Tagen entsteht hier schnell dieses typische „Fehmarn-Gefühl“, bei dem man eigentlich gar nicht mehr weg möchte.

Direkt vor Ort gibt es außerdem einen Shop, in dem man sich komplett fürs Wakeboarden ausstatten kann. Perfekt, wenn man spontan etwas braucht oder sich direkt beraten lassen möchte.

Natürlich macht die ganze Fahrerei auch sehr hungrig - neben Kaffee und Kuchen gibt es hier richtig gute Snacks – besonders die Fritten mit verschiedenen Toppings sind für mich ein kleines Highlight nach einer Session.

Und dann ist da noch die Atmosphäre rund um die Anlage selbst. Immer wieder gibt es coole Events, Live-Musik und Aktionen, die den Ort noch lebendiger machen. Ein echtes Highlight ist dabei jedes Jahr das Seifenkistenrennen an Himmelfahrt – ein Event, das inzwischen fast schon Kultstatus hat und bei dem die Stimmung einfach immer besonders ist.

Und manchmal ist es auch genau das, was den Ort so angenehm macht: einfach auf der Terrasse sitzen, einen Kaffee oder etwas zu essen in der Hand und zuschauen, wie die Fahrer ihre Runden drehen. Wie schnell Fortschritte gemacht werden, welche Tricks gelandet werden oder wie sich die Kursteilnehmer entwickeln. Nicht selten sieht man dabei auch mal Profis auf dem Wasser, die das Ganze noch einmal besonders eindrucksvoll machen.
Genau diese Mischung aus Sport, Atmosphäre und entspanntem Zuschauen macht den Wakepark für mich zu einem Ort, an dem man nicht nur aktiv sein kann – sondern auch einfach mal entspannt die Inselzeit genießen möchte.

Warum der Wakepark auch für Kiter & Co spannend ist

Für mich ist der Wakepark Fehmarn nicht nur ein Ort für alle, die Wakeboarden ausprobieren wollen – sondern auch für diejenigen, die sonst eher auf den Wind angewiesen sind. Also Kiter, Windsurfer oder Wingfoiler.

Gerade wenn der Wind mal nicht mitspielt oder man einfach Lust auf etwas anderes hat, ist der Wakepark eine richtig gute Alternative. Man bleibt trotzdem auf dem Wasser und kann sich einfach ein bisschen austoben – nur eben unabhängig vom Wind. Ich merke zum Beispiel selbst immer wieder, dass mir das Wakeboarden hilft, mein Gefühl fürs Board zu verbessern. Balance, Körperhaltung, Timing – vieles davon lässt sich hier ganz gut trainieren, auch wenn die Bedingungen natürlich andere sind als auf der offenen Ostsee.

Und genau deshalb finde ich den Spot auch für andere Wassersportler spannend: Man kann hier wirklich sehr gut seinen Kopf frei bekommen. Keine Forecasts checken, kein Material aufbauen wie beim Kiten – einfach ankommen, umziehen und aufs Wasser gehen.

Fazit

Für mich ist der Wakepark Fehmarn inzwischen einer dieser Orte geworden, an die ich immer gerne gehe – egal ob wirklich zum Fahren oder einfach nur für ein paar entspannte Stunden mit Blick aufs Wasser. Man kommt an, ist direkt mitten im Geschehen und hat sofort dieses Gefühl von Sommer und Wassersport um sich herum. Und genau deshalb hat sich der Wakepark für mich als fester Teil von Fehmarn etabliert. Nicht als Ersatz für alles andere, sondern als Ergänzung, die den Wassersport hier noch ein Stück runder macht.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass jeder hier seinen eigenen Lieblingsmoment findet – ob auf dem Wasser oder einfach mit Blick aufs Geschehen mit einem kühlen Getränk in der Hand.

Eure Jule